GF49.10-P-3002-01F Dreiwege-Katalysator Funktion  

A Abgas vor dem Katalysator
B Abgas nach dem Katalysator
C Schadstoffausstoß
D (Kraftstoff-Luft-Verhältnis)
f Fettes Gemisch
m Mageres Gemisch
 
    P49.20-0003-06

Die Abgase durchströmen den Katalysator und kommen dabei mit den Edelmetallen (Platin, Rhodium) in Kontakt. Durch Oxidation werden Kohlenmonoxid (CO) in Kohlendioxid (CO2) und Kohlenwasserstoffe (HC) in Wasser (H2O) und Kohlendioxid umgewandelt. Durch Reduktion werden die Stickoxide (NOx) in Stickstoff (N2) und Kohlendioxid umgewandelt.
Entscheidend für die Umwandlung der Schadstoffe ist der Restsauerstofgehalt im Abgas. Dieser wird durch die Lambda-Regelung bestimmt.

Betriebsbedingungen
Wie bei der O2-Sonde spielt auch beim Katalysator die Betriebstemperatur eine sehr wichtige Rolle. Eine nennenswerte Konvertierung (Umwandlung) der Schadstoffe setzt erst ab einer Betriebstemperatur von ca. 250 °C ein. Folgende Funktionen wirken zusammen, um diese Temperatur nach dem Kaltstart schnell zu erreichen:
Zündsystem
Leerlaufregelung
Getriebeschaltpunktanhebung
Lufteinblasung
Isolation von Auspuffkrümmer und vorderen Auspuffrohren.
  Ideale Betriebsbedingungen für hohe Umsetzungsraten und eine lange Lebensdauer herrschen im Temperaturbereich von
ca. 400 bis 800 °C. Durch Fehlfunktion des Motors wie z. B. Zündaussetzer, kann die Temperatur des Katalysators auf über 1400 °C steigen. Solche Temperaturen führen zur Zerstörung des Katalysators durch Schmelzen des keramischen Monolithen.

Eine weitere Voraussetzung für den zuverlässigen Langzeitbetrieb ist die ausschließliche Verwendung von bleifreiem Kraftstoff. Bleiverbindungen überlagern die aktive Oberfläche und verhindern den Kontakt der Abgase mit der katalytischen Schicht.


Aufgrund seiner Eigenschaft, drei Schadstoffkomponenten gleichzeitig zu verringern, wird die Bezeichnung Dreiwege-Katalysator verwendet.